Blähungen – Was kann ich tun?


Blähungen sind ein Thema über das Betroffene ungern Sprechen. Doch Luft im Bauch zu haben ist nichts Unnatürliches und Blähungen haben in den meisten Fällen einen harmlosen Hintergrund. Welche Ursachen Blähungen haben und wann du trotzdem einen Arzt aufsuchen solltest, erfährst du hier.

Was sind Blähungen?

Bei Blähungen befindet sich zu viel Luft im Bauch. Man spricht von einem Meteorismus oder Blähbauch, wenn der Bauch aufgebläht ist und sich vorwölbt. Bei der eigentlichen Blähung ist die Rede von Flatulenz. Hier werden übermäßig viele Darmgase über den After abgegeben. Oft sind Babys betroffen, da sich ihr Verdauungstrakt die ersten Wochen nach der Geburt erst an die Nahrung gewöhnen muss.

Auch zu Beginn der Schwangerschaft kommt es vermehrt zu Blähungen, da der Spiegel des Hormons Progesteron im Blut steigt. Die Muskulatur des Darms entspannt und die Verdauung verlangsamt. Der Darminhalt bleibt länger im Körper und bildet mehr Darmgase.

Gase entstehen hauptsächlich während des Verdauungsprozesses, bei dem ballaststoffreiche Kost oder große Mengen an Kohlenhydraten und Eiweißen zersetzt werden. Der Großteil der Gase geht ins Blut und wird über die Lunge ausgeatmet. Der Rest entweicht über den Darm.

Beachte: Stinkende Blähungen sind kein Hinweis auf eine ernsthafte Krankheit. Den Gestank verursachen Darmbakterien, die schwefelhaltige Gase produzieren.

Ursachen von Blähungen

Blähungen entstehen häufig durch Schlucken von Luft, z.B. bei zu hastigem Essen. Zu fettige Nahrung kann ebenfalls Blähungen auslösen, da der Magen-Darm-Trakt Probleme bei dem Verdauungsvorgang bekommt. Vor allem Lebensmittel wie Kohl, Zwiebeln, kohlensäurehaltige Getränke und Alkohol rufen Blähungen hervor. Stress, Angst und zu wenig Bewegung sind weitere Ursachen. Auch das Reizdarmsyndrom verursacht Blähungen. Durch Störung der Funktion des Verdauungstrakts bilden sich vermehrt Gase im Bauch.

In seltenen Fällen sind Blähungen ein Symptom für eine ernsthafte Krankheit. Jedoch sollte dies nicht ausgeschlossen werden. Blähungen können beispielsweise ein Hinweis auf Laktoseintoleranz sein.

Was tun gegen Blähungen?

Blähungen entstehen häufig durch falsche Lebens- und Essgewohnheiten. Vermeide deshalb große Speisemengen, die schwer verdaulich sind. Du solltest vermehrt leichte Kost essen. Achte auf eine ausgewogene Ernährung.

Bei Blähungen gilt generell: Genießen statt Schlingen. Wer Essen gut kaut, erspart dem Körper viel Arbeit. Nimm lieber mehrere kleine Mahlzeiten zu dir statt den üblichen drei großen. Bewegung und Sport bringen die Darmaktivität ebenfalls in Schwung.

Hausmittel gegen Blähungen

Enge Hosen oder zu stark geschnürte Gürtel sollten bei Blähungen zuerst ausgezogen werden. Der Darm muss sich entspannen. Anis, Kümmel und Fenchel in Form von Tee oder Tropfen wirken ebenfalls gegen Blähungen und Völlegefühl. Auch Wärmflaschen, warme Wickel und Massagen helfen.

Weitere Hausmittel finden Sie hier:

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Behandlung beim Arzt

Sollten die Blähungen durch einfache Hausmittel nicht verschwinden, solltest du zum Arzt gehen, um sicherzugehen, dass du nicht ernsthaft krank bist. Für die Diagnose erkundigt sich der Arzt über weitere Beschwerden, die du neben den Blähungen hast, meist Bauchschmerzen oder Übelkeit. Der Arzt tastet danach den Bauch ab und hört mithilfe eines Stethoskops die Darmgeräusche ab. Sollte der Verdacht aufkommen, dass eine organische Ursache der Grund für die Blähungen ist, werden weitere Untersuchungen veranlasst. Gegen Blähungen gibt es rezeptfreie Medikamente, die entschäumend, krampflösend und verdauungsfördernd wirken.