Borreliose Symptome – Habe ich Borreliose?


Borreliose ist die häufigste von Zecken übertragene Erkrankung in Deutschland. Jedes Jahr gibt es bis zu 60.000 Neuerkrankungen. Die Symptome zeigen sich an vielen Stellen des Körpers. Am häufigsten sind Herz, Nervensystem, Augen, Haut und Gelenke betroffen.

Borreliose Symptome

In der Regel verläuft die Krankheit in drei Phasen, wobei Reihenfolge und Intensität der Symptome bei einzelnen Betroffenen variieren. Zwischen den Phasen kommt es häufig zu unterschiedlich langen Intervallen, in denen keine Symptome auftreten.

Borreliose Symptome – Stadium 1

Schon einige Tage nach dem Zeckenbiss entsteht um die Bissstelle eine ringförmige Rötung mit einem Durchmesser von bis zu 65 cm. In der Mitte des Rings ist die Haut hell gefärbt. Diese „Wanderrötung“ ist weder schmerzhaft noch löst sie Juckreiz aus, aber sie ist das auffälligste Anzeichen für Borreliose.

Weitere Symptome sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung und Lymphknotenschwellung.

Schon bei erstem Auftreten dieser Symptome solltest du zum Arzt gehen, um einen schweren oder chronischen Verlauf der Krankheit zu verhindern.

Borreliose Symptome- Stadium 2

Im zweiten Stadium breiten sich die übertragenen Bakterien einige Wochen bis Monate nach dem Zeckenbiss im Organismus aus. Ist das Nervensystem betroffen, spricht man von einer akuten Neuroborreliose. Anzeichen hierfür sind Schmerzen, Lähmungen und neurologische Ausfälle. Es können sich aber auch einzelne Nerven entzünden.

Wenn die Borrelien das Herz befallen, entstehen Entzündungen, die eine Herzrhythmusstörung auslösen können. Auch die mittlere Augenhaut kann sich entzünden.

Häufig ist die Haut betroffen. Rund um Ohrläppchen, Brustwarzen und am Hodensack bilden sich rotblaue Flecken.

In Stadium 2 treten oftmals grippeähnliche Krankheiten auf.

Borreliose Symptome- Stadium 3

Das Stadium 3 stellt sich erst nach einigen Monaten oder Jahren ein. Typischerweise kommt es zu schmerzhaften Entzündungen der Gelenke. Die Leiden können schubweise oder dauerhaft auftreten. An Armen und Beinen wird die Haut dünner und verfärbt sich bläulich. Nerven können weitere Schäden nehmen, sodass Teillähmungen des Körpers auftreten können.

Borreliose Behandlung

Borreliose ist einfach zu diagnostizieren, wenn eine Wanderrötung vorliegt. Wenn du nach einem Zeckenbiss unter Symptomen wie Fieber oder Kopfschmerzen leidest, solltest du immer Borreliose in Betracht ziehen. Um eine eindeutige Diagnose zu stellen, nimmt dir der Arzt Blut ab und führt weitere Untersuchungen, zum Beispiel von Gehirnwasser oder Gelenkflüssigkeit, durch.

Je früher Borreliose bemerkt wird, desto einfacher ist die Behandlung. Da Borreliose durch Bakterien ausgelöst wird, reicht eine Antibiotika-Behandlung meistens aus. Bleibt die Erkrankung aber über einen längeren Zeitraum unentdeckt, ist eine mehrwöchige Behandlung mit Antibiotika oder Infusion nötig.

Eine erfolgreiche Behandlung ist jedoch keine Garantie, dass Folgeschäden ausbleiben.

Borreliose Vorbeugen

Merke: Wer einmal an Borreliose erkrankt, ist nicht immun. Es kann erneut zu einer Ansteckung kommen.  

Im Gegensatz zu der ebenfalls von Zecken übertragenen Krankheit FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) gibt es gegen Borreliose keinen Impfschutz. Der sicherste Schutz gegen Borreliose ist also die Vermeidung eines Zeckenbisses. Im Wald oder in hohen Wiesen sollte deshalb langärmlige Kleidung getragen und Zeckenschutzmittel verwendet werden. Nach Outdoor-Aktivitäten sollte man sich stets auf Zecken untersuchen. Besonders in den Kniekehlen, unter den Achseln sowie hinter den Ohren saugen sich Zecken am liebsten fest.