Grillplatz selbst pflastern – so geht’s


Eine Bepflasterung durch den Fachmann kostet Zeit und Geld. Passionierte Heimwerker entscheiden sich deswegen gerne dafür, die Herausforderung anzunehmen und ihren Grillplatz selbst zu pflastern. Damit das Projekt gelingt und der selbst gepflasterte Grillplatz anschließend angenehm und leicht zu verwenden ist, sollten allerdings einige wichtige Aspekte bedacht werden.

Der Grillplatz Standort

Ein fester, gepflasterter Grillplatz sollte in der Nähe des Essbereichs stehen und doch weit genug entfernt von brennbaren Materialien sein. Direkt unterhalb eines Baumes oder nahe am Gebüsch sollte der Grillplatz niemals angelegt werden, denn der Funkenflug könnte sonst Brände verursachen. Der gepflasterte Grillplatz ist außerdem kein Abstellplatz für Blumentöpfe oder Pflanzenkübel, denn sie stellen eine ernsthafte Stolpergefahr dar. Der Boden des gewählten Stellplatzes sollte möglichst eben sein – gerade bei schweren Grills wie einem Landmann Gasgrillwagen wird die Sicherheit noch erhöht.

Hier lernen Sie, was im Notfall zu tun ist.

Die richtige Größe

Ein Grillplatz sollte immer ausreichend groß gestaltet werden oder zumindest erweiterbar bleiben für den Fall, dass irgendwann ein größerer Grill angeschafft wird. Wichtig ist, dass der Grill selbst darauf ebenso stabil und sicher stehen kann wie der Grillmeister. Häufig sieht man selbst gepflasterte Grillplätze, die zu schmal und eng dimensioniert sind, da zum Zeitpunkt ihrer Planung kein großer Grill im Einsatz war. Wenn dann aber der große Gasgrill oder auch nur ein größerer Kugelgrill hinzukommt, wird die bepflasterte Stelle eng und man kann daran nachträglich kaum noch etwas ändern.

Die Pflasterteine

Natursteine für einen Grillplatz können problematisch werden. Tropfendes Fett kann gerade bei Fleisch auf die Steine geraden und würde auf porösem Naturstein Flecken hinterlassen, die nicht mehr so leicht zu entfernen sind. Wer trotzdem gerne mit Naturstein pflastern möchte, sollte eine ausreichen große Aluplatte unter die Natursteine legen, denn dann zieht tropfendes Fett nicht in den Stein ein und es verbleiben keine permanenten Flecken. Für mehr Kreativität sorgen verschiedene Steine, es muss nicht immer nur einheitlich graues Pflaster sein. Wenn vorher geplant wird, kann man sogar kreative Muster wie ein Mosaik verlegen und der Grillplatz wird zum echten Unikat, das man auch den Gästen gerne zeigt.

Das Pflasterbett

Ähnlich wie bei einer Einfahrt braucht auch ein selbst gepflasterter Grillplatz eine stabile Bettung. Dazu eignen sich verschiedene Materialien wie Brechsand oder Splitt. Wichtig ist eine Schicht bestehend aus Frostschutzmaterial, da so verhindert wird, dass die Feuchtigkeit des Winters die bepflasterte Fläche von innen heraus beschädigt.

Die Bepflasterung

Eine ausführliche Anleitung zum Grillplatz pflastern gibt es hier:

Oder hier im Beitrag nachzulesen.

Wenn die Bettung aufgebracht wurde, kann man sich der eigentlichen Arbeit widmen: der Bepflasterung. Je nach Art der Steine werden sie unterschiedlich verlegt; in den meisten Fällen aber ist eine Rüttelplatte für die Arbeit zu empfehlen. Beim Verlegen der Steine sollte der Abstand zwischen den Fugen aber mindestens 2-3 mm betragen, da dazwischen noch Fugenmaterial Platz finden muss. Dieses kann einfach auf die Steine verteilt und mit einem Besen zwischen die Fugen gekehrt werden, dann kommt de Rüttelplatte zum Einsatz – sie darf allerdings nur mit schützender Gummiplatte verwendet werden, denn andernfalls könnten die Pflastersteine Schaden nehmen. Zum Abschluss werden die Fugen bis an den Rand mit Fugenmaterial aufgefüllt und der Grillplatz ist fertig bepflastert. Bevor er benutzt wird, sollte er allerdings etwas ruhen dürfen.